Google Helpouts – Per Videokonferenz Hilfe suchen oder anbieten

 

Google Helpouts (Quelle: Screenshot)

Google Helpouts (Quelle: Screenshot)

Google Helpouts sind nun für jeden verfügbar. Im Moment allerdings nur in der englischen Version und nur in der Form, dass man Hilfestellungen von anderen nutzen kann. Eigene Hilfestellungen – insbesondere in deutscher Sprache – kann man zurzeit also noch nicht anbieten.

Mit den Helpouts bietet Google eine “Video-Plattform”, mit der ein Hilfesuchender sich mit einem Anbieter in Echtzeit unterhalten kann, um ein Problem zu lösen oder irgendeine Hilfestellung zu bekommen. Ich habe es noch nicht ausprobiert, aber ich gehe mal davon aus, dass die Google+ Technik der Hangouts für diesen Zweck genutzt wird und zwar als 1:1 Hangout.

Als Anbieter muss man bei Google einen Prüfprozess durchlaufen und kann dann seine Dienste bei den Helpouts präsentieren. Neben der fachlichen Voraussetzung muss man ein Google+ Konto haben, um den Dienst anbieten zu können. Jeder Anbieter kann frei definieren, welches Honorar er für sein Hilfsangebot abrechnen möchte. Die Bezahlung erfolgt über den Google Wallet Service und kann als Preis pro Zeiteinheit oder als Pauschalpreis pro Helpout Session definiert werden. Natürlich können die Dienste auch kostenfrei angeboten werden.

Auf der Helpouts Startseite kann man nach gewünschten Hilfestellungen suchen. Aktuell gibt es einige vordefinierte Kategorien, wie “Kunst & Musik”, “Computer & Elektronik”, “Gesundheit”. Die Anzahl der Kategorien soll demnächst auch noch weiter ausgebaut werden.

Für mobile Geräte gibt es auch eine spezielle App, mit der man einen Helpout durchführen kann. Das könnte zum Beispiel hilfreich sein, wenn man Unterstützung bei der Reparatur eines Gegenstandes benötigt. In diesem Fall könnte man zum Beispiel mit der Handykamera die Problemstellen direkt filmen und so dem Hilfeanbieter die genaue Situation erläutern.

Helpouts Startseite (Quelle: Screenshot der Webseite)

Helpouts Startseite (Quelle: Screenshot der Webseite)

Als Anbieter hat man die Möglichkeit, die Zeiten zu definieren, an denen man einen Helpout durchführen kann. So können Helpouts direkt gestartet werden oder für bestimmte Zeiten im Voraus geplant werden.

Ist man mit der Beratungsleistung nicht  zufrieden, bietet Google in bestimmten Fällen eine “Geld zurück Garantie” an. Auch für Zeiten, in denen die Verbindung unterbrochen wurde, muss natürlich nicht gezahlt werden. Hier versucht Google die Verbindung wieder herzustellen bzw. man kann als Nutzer über einen entsprechenden Button die Verbindung wieder herzustellen.

Nach einem Helpout wird die Beratungssitzung als Videodatei auf das eigene Google Drive Laufwerk gespeichert. So kann man sich die Tipps und Hinweise des Helfers nochmals ansehen.

Ausschnitt aus einem Helpout Angebot

Ausschnitt aus einem Helpout Angebot

Ich denke, dass solche Helpouts eine durchaus sinnvolle Sache sind, um zu ganz konkreten Problemstellungen eine Hilfestellung von Experten zu bekommen. Der Erfolg wird aus meiner Sicht neben der Qualität der Berater auch von den Preisen abhängen, die sich die Berater für ihre Dienste ausdenken. Vielleicht kommen sogar Produkthersteller auf die Idee, entsprechende Services anzubieten.

Wie seht ihr das, würdet ihr einen solchen Dienst nutzen oder vielleicht sogar selbst ein Angebot bereit stellen? Ich persönlich könnte mir durchaus vorstellen, ein Google+ Hilfsangebot auf diese Weise bereit zu stellen. Sobald der Dienst auch in Deutschland verfügbar ist, würde ich versuchen, eine entsprechende Einladung zu erhalten um einen solchen Service zunächst auch einmal kostenfrei anzubieten und zu testen. Grundsätzlich könnte man so etwas aber auch schon mittels der erwähnten Hangouts durchführen.

 

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