Google+ als Vereinsseite optimal nutzen (Teil 3)

Google+ Seite - Kategorie

Der dritte Teil der kleinen Serie zur Nutzung von Google+ Seiten am Beispiel einer Vereinsseite, befasst sich mit der Erstellung und Verwaltung von Kreisen.

Anders, als es vielleicht in privaten Profilen der Fall ist, werden die Kreise einer Google+ Seite weniger zum Lesen der entsprechenden Streams genutzt. Grundsätzlich wird ein Großteil der Kreise darauf ausgerichtet sein, für ausgehende Infos verwendet zu werden. Zum Beispiel so etwas wie Newsletter, Ankündigungen bzw. Infos zu dedizierten Themen oder Benachrichtigung an ganz spezielle Adressaten.

Kreise für eine Google+ Seite erstellen

Zur Kreisgestaltung spielen daher nachfolgende Kriterien eine wesentliche Rolle und können Ansatzpunkte für entsprechende Kreise bieten:

  • Welche Mitgliederstrukturen gibt es (bzw. Kundenstrukturen bei Firmenseiten)?
  • Gibt es Unterorganisationen?
  • Sollen die Verantwortlichen des Vereins (bzw. Fachabteilungen / Mitarbeiter) gezielt über die Google+ Seite informiert werden können?
  • Hat man die Möglichkeit, Interessenten weiter zu strukturieren?
  • Sollen Beiträge aus anderen Profilen/Google+ Seiten über die eigene Seite lesbar sein (z.B. Wettbewerber, Partner, …)?

Bleiben wir bei unserem Vereinsbeispiel würden sich wahrscheinlich die folgenden Kreise im ersten Ansatz gut eignen:

  • Alle Mitglieder
  • Vorstand
  • Trainer u. Spielführer
  • Herrenmannschaft
  • Damenmannschaft
  • Jugendmannschaft
  • Seniorenmannschaft
  • Interessenten
  • Andere Vereinsseiten
  • Sonstige

Der Kreis “Sonstige” dient der Zuordnung von Personen, die man nicht direkt einordnen kann. Als einzigen “Lese-Kreis” habe ich in der Liste den Kreis “Andere Vereinsseiten vorgesehen”. Ich würde für Google+ Seiten auch empfehlen, alle anderen Kreise stumm zu schalten.

Normalerweise wird man die G+ Seite nicht dazu verwenden, die privaten Beiträge von anderen Usern zu lesen. Interessanter dürften die Beiträge von Wettbewerbern oder Partnern sein. Ein Grund, diese Seiten tatsächlich einzukreisen. Das Einkreisen solcher Seiten hilft auch, deren Beiträge bei Bedarf einfach teilen zu können.

Eingekreiste nach ihrem Informationsbedarf befragen

Wie erwähnt, wird man von einer Seite aus versuchen, Informationen möglichst gezielt zu teilen. Leider ist das nicht immer so einfach, da man nicht sofort erkennen kann, welche Interessen die jeweiligen Personen haben.

Ein sehr probates Hilfsmittel ist es, seine Follower einfach zu befragen. Dies zeigt einerseits, dass man sich für seine Follower interessiert und andererseits hilft es die eigenen Follower besser zuordnen zu können.

Einen solchen “Umfrage-Beitrag” kann man entweder gezielt an einzelne Kreise versenden, an alle Kreise oder vielleicht nur an den Kreis “Sonstige” in meinem Beispiel. Je nachdem, welche Infos man übermitteln will.

Diesen Vorschlag und die Erstellung eines Umfrage-Beitrags habe ich in einem früheren Beitrag schon einmal erläutert. Aus diesem Beitrag stammt auch die folgende Beispieldarstellung.

Google+ Seiten - Beispiel für eine Newsletter Umfrage

So erreicht man als G+ Seite Personen, die nicht bei Google+ angemeldet sind

Ein “Problem” der Google+ Seiten ist es u.a., dass nur Personen eingekreist werden können, von denen man bereits eingekreist wurde. Bei einigen G+ Seiten, wie in meinem Beispiel auch bei einer Vereinsseite, wäre es aber interessant, möglichst alle Mitglieder erreichen zu können.

Sind die Mitglieder schon bei G+ wird es wahrscheinlich kein Problem sein, diese zu animieren, die Seite einzukreisen. Wahrscheinlich gibt es aber einen nicht unerheblichen Anteil derer, die sich bei Google+ gar nicht anmelden wollen. Eventuell kann man diese Personen aber per Mail erreichen.

Nun hilft das zunächst nicht wirklich viel, da man als Seite den Kreisen auch keine Mailadressen zuordnen kann. Also muss man sich mit einer anderen Lösung behelfen.

Mein Vorschlag nutzt die Möglichkeit, die ein Administrator bzw. Moderator mit einem persönlichen Profil hat. Unabhängig von diesem Lösungsvorschlag würde ich sowieso empfehlen, mindesten einen “Pseudo” Admin-Account zu definieren.

So umgeht man auch die Problematik, eine Seite an einen anderen Administrator übergeben zu müssen, wenn die entsprechende Person ausgeschieden ist. Idealerweise erstellt man die G+ Seite schon direkt mit diesem Account.

Dieser Admin-Account legt nun z.B. einen Kreis “Mailadressen” an. Weitere Kreise benötigt er eigentlich nicht, da dieser Account nicht aktiv bei Google+ tätig werden soll.

Ein Beitrag, der nun auch an die Personen geteilt werden soll, von denen nur die Mailadressen vorliegen, wird von der G+ Seite immer zusätzlich mit dem Administrator geteilt. Evtl. fügt man diesen mindestens dem Kreis “Alle Mitglieder” aus unserem Beispiel hinzu.

Der administrator kann den Beitrag dann mit seinem Kreis “Mailadressen” teilen. Der neu geteilte Beitrag sollte immer eine Info enthalten, dass es sich um einen weiter geleiteten Beitrag der Google+ Seite handelt. Zusätzlich sollte man die Empfänger darauf hinweisen, wie sie diese G+ Seite direkt nutzen könnten.

Mit dieser Lösung hat man nun sichergestellt, dass man einen relativ großen Nutzerkreis erreichen kann. Damit kann die Google+ Seite als Hauptinstrument für die Kommunikation mit seinen Mitgliedern verwendet werden.

Die weiteren Artikel zu dieser Artikelserie sind hier zu finden: Teil1, Teil2. Teil4

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