Google+ sagt Spammern den Kampf an

Die Google Mitarbeiterin Nandini Kappiah aus den Team, welches für Spam in Google zuständig ist, hat eine neue Spam Funktionalität für Google+ vorgestellt.

Bisher habe ich selbst noch nicht sehr viele Spam-Kommentare bemerkt. Doch mit wachsenden Zulauf bei Google+ wird auch das Thema Spam-Bekämpfung irgendwann eine größere Rolle spielen.

Bisherige Spam Bekämpfungs-Funktionalitäten

Bereits im Dezember letzten Jahres wurden erste Funktionen eingefügt. In jedem Kommentar ist ein Fähnchen zu finden, mit dem man selbst Kommentare markieren. So markierte Kommentare werden dann von Google untersucht und ggf. für die eigene Spam-Erkennung genutzt.

Unter anderem mit diesen Markierungen und auf Basis weiterer Kriterien versucht Google Spam-Kommentare selbstständig zu erkennen. Wird ein Kommentar von Google+ als Spam definiert, dann wird dieser Kommentar ausgegraut dargestellt und ist nur noch für den Autor des Beitrags sichtbar.

Google+ - Kommentar melden

Als Autor hat man dann die Möglichkeit, diesen Kommentar zu entfernen oder zur Ansicht frei zu schalten. Auch diese Info wird von Google+ wieder genutzt, um noch besser zu lernen, was Spam-Kommentare ausmacht.

Der Ersteller von dem Kommentar merkt von dieser ganzen Aktion erst etwas, wenn der Kommentar tatsächlich gelöscht wurde. Wobei er nicht nachvollziehen kann, ob der Kommentar als Spam gelöscht wurde oder ob der Autor des Beitrags den Kommentar entfernt hat.

Bevor man zukünftig vielleicht dazu übergeht, unerwünschte Kommentare unter den eigenen Beiträgen einfach zu löschen, sollte man immer zunächst überlegen, diesen mit dem Fähnchen als Spam zu kennzeichnen. Auf diese Weise wird der Algorithmus der Spam-Erkennung von Google+ immer weiter verbessert.

Neue Spam Bekämpfungs-Funktionen

Die Neuerung, die in den nächsten Tagen ausgerollt wird, betrifft die Anzeige der Spam-Kommentare unterhalb eines Beitrags. Nun werden diese Kommentare nicht mehr einfach nur ausgegraut, sonder gruppiert dargestellt.

Google+ - Anzeige von Spam Kommentaren

Direkt unter dem Artikel wird nun nicht mehr nur angezeigt, wie viel Kommentare bereits erstellt wurden. Unter dieser Info befindet sich nun ggf. ein Link mit dem Hinweis auf Spam-Kommentare. Bei Bedarf kann man sich diese Kommentare ansehen, in dem man sie “aufklappt”.

Nun kann man evtl. fehlerhaft erkannte Kommentare wieder reaktivieren oder belässt die entsprechende Spam-Markierung.

Die beiden unteren Fotos stammen aus dem Beitrag von Nandini Kappiah

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5 Antworten von “Google+ sagt Spammern den Kampf an”

  1. Peter Rausch

    Mrz 01. 2012

    Ich verstehe die Kommentar-Spam-Funktion so: Der Autor eines Beitrags hat die Möglichkeit, unerwünschte Kommentare zu entfernen, bzw. zukünftig durch Kennzeichnung als “Spam” erst gar nicht mehr in seinen Beiträgen zuzulassen. Das heißt irgendwann kann ich meine Beiträge von unerwünschter Kritik freihalten. Wem soll das was bringen? Wer nicht mit Kritik leben kann, sollte sich fragen, ob er überhaupt etwas mitzuteilen hat!

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    • Jürgen

      Mrz 01. 2012

      Ziel ist es, echte Spam-Kommentare zu entdecken und diese möglichst automatisiert zu erkennen. Hierzu gehören eigentlich nicht die Kommentare, die vielleicht zum Beitrag passen, aber einem nicht gefallen. Natürlich kann man diese auch mit dem Fähnchen markieren. Ob diese aber auch immer von Google+ als Spam aufgenommen werden, dürfte fraglich sein.

      Auch auf Google+ werden sich zukünftig immer mehr Kommentare wieder finden, die nur dazu dienen, auf irgendwelche Produkte oder Dienstleistungen hinzuweisen. Solche Kommentare, die in der Regel keinen Mehrwert für die Diskussion liefern, sollen möglichst schon im Vorfeld erkannt werden. Ähnlich wie die Spam-Filter im Mail-Umfeld.

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  2. Peter Rausch

    Mrz 01. 2012

    Interessant: Unter meiner Antwort steht jetzt erst einmal ‘Dein Kommentar muss noch moderiert werden’.
    Ist das nicht eine Umschreibung für Zensur?

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    • Jürgen

      Mrz 01. 2012

      Sobald jemand erstmalig auf diesem Blog einen Kommentar schreibt oder wenn Kommentare Links enthalten, werden diese erst nach einer Prüfung frei geschaltet. Nach einer solchen Freischaltung werden folgende Kommentare dann automatisch frei gegeben.

      Auch dies dient dem Schutz vor Spam-Kommentaren. Werbekommentare werden zum Beispiel nicht von mir frei geschaltet. Sollte sich ein Spammer bemüht haben, noch einen sinnvollen Kommentar zu hinterlassen, dann schalte ich diesen manchmal frei, entferne dann aber eventuell eingetragene Links.

      Das könnte man sicherlich als Zensur werten, wenn man das möchte. Es hat aus meiner Sicht aber auch nichts mit Meinungsfreiheit, sondern schlicht und einfach mit dreister Werbung zu tun. Genauso, wie ich mir zu Hause evtl. einen Aufkleber “keine Werbung einwerfen” an den Briefkasten klebe, erlaube ich mir auf meinem Blog zu entscheiden, welche Kommentare frei geschaltet werden.

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      • Frank Koebsch

        Apr 08. 2013

        Guten Morgen, ich habe mich gerade über den Spam Filter von Google geärgert. Für mich ist es schon ein großer Unterschied, ob eine Maschine entscheidet oder Menschen, ob es Spam oder wertvollen Inhalt ist. Nicht jeder Kommentar mit einem Link in platte Werbung.
        http://frankkoebsch.wordpress.com/2013/04/07/kommunikation-oder-spam/
        Zu Deinem Beispiel mit dem Aufkleber “keine Werbung” – hier stehe ich auf folgendem Standpunkt: Wenn Du keine Werbung möchtest, dann nutze die Einstellungen für den Account von Google+, wer bei Dir kommentieren darf. Wenn Du die Selektion vom Postboten erwartest, kann schon sein, dass geschlossene Sendungen, in denen der Postboote Werbung vermutet, Dich nie erreichen. Ich würde es gerne alleine erscheiden – In meinem Artikel findest Du zwei Bespiele von Facebook, eine solche Kommunikation unterbindet z.Z. Google. Dieses gibt mir schon zu denken.
        Beste Grüße
        Frank

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