Google+ Stream vs. Facebook Pinnwand

In den Suchanfragen stelle ich immer wieder fest, dass nach “Google+” in Verbindung mit “Pinnwand” gesucht wird. Grund genug einmal, den Unterschied zwischen der Facebook Pinnwand und dem Google Stream ein wenig zu beleuchten.

Zunächst einmal muss man feststellen, dass das Konzept der Streams sich nicht direkt mit dem Konzept der Pinnwand bei Facebook vergleichen lässt. Der gravierendste Unterschied ist, dass ich bei Google+ keine Aktionen innerhalb der Bereiche eines anderen Google+ Nutzers vornehmen kann.

Beispiel für meinem Google+ Stream

Man kann also z.B. nicht direkt auf dem Stream eines anderen Benutzers etwas hinterlassen. Auch Kommentare werden nur bei den Beirägen im eigenen Stream erfasst.

Das Verhalten könnte man in Facebook quasi nachbilden, wenn man über die Einstellungen verbietet, dass jemand auf die eigene Pinnwand schreiben kann.

Wenn sich jemand bei Google+ ein Profil ansieht, dann kann er dort nur die Beiträge sehen, die derjenige öffentlich geteilt hat.

Alle Beiträge, die nicht an den öffentlichen Kreis gesendet wurden, sind für Fremde grundsätzlich nicht über das Profil einsehbar. Man erhält also keinen Blick direkt auf den Stream eines anderen Benutzers, sondern nur auf dessen persönlich erfasste öffentliche Beiträge.

Man kann Beiträge von anderen nur sehen, wenn diese mit einem geteilt wurden. Dies kann natürlich auf diversen Wegen erfolgen.

Hat Benutzer A zum Beispiel einen Beitrag mit Benutzer B geteilt und teilt dieser den Beitrag mit seinen Kreisen. Dann können die Kontakte aus den Kreisen von B den Beitrag von A natürlich auch sehen.

Google+ - Mein öffentlicher Stream

Nicht öffentliche Beiträge werden also nur sichtbar, sobald sie in den eigenen Stream kommen.

Ein Beitrag, der nicht über einen öffentlichen Kreis geteilt wurde kann von keinem der Empfänger an einen öffentlichen Kreis geteilt werden. Es ist immer nur ein direktes Teilen mit den eigenen Kreisen möglich.

Das Konzept der Streams bei Google+ entspricht also im Prinzip eher dem Twitter Prinzip. Man sendet Nachrichten ins Netz und alle Kontakte die den Absender in ihren Kreisen haben, empfangen den Beitrag. Diese können den Beitrag dann weiter leiten an ihre Kontakte.

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5 Antworten von “Google+ Stream vs. Facebook Pinnwand”

  1. Günther

    Nov 07. 2011

    Wie lange reicht denn der Stream zurück in Tagen bzw. Anzahl Posts?

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    • Jürgen

      Nov 08. 2011

      Da bin ich mir im Moment nicht ganz sicher. Ich meine es gab mal eine Beschränkung von etwa 250 Beiträgen. Ob das aber immer noch so ist, müsste ich mal prüfen.

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  2. d3troiT

    Feb 11. 2012

    Hallo,
    ich habe mal eine Frage, wenn ich bei Google+ eine Seite erstelle kann da auch nur ich in den Stream posten? Oder können dann meine “Fans” ihre Erfahrungen / Projekte da posten?

    Gruß

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    • Jürgen

      Feb 11. 2012

      Auch bei einer Google+ Seite ist es so, dass nur die Administratoren der Seite Beiträge im eigenen Stream erstellen können. Eine Funktion, wie Facebook, wo man auf die Pinnwand schreiben kann, gibt es bei Google+ nicht. Für Seiten würde ich dies aber durchaus interessant finden.

      Theoretisch könnte man etwas ähnliches auch bei Google+ realisieren. Dies würde aber voraussetzen, dass sowohl Absender als auch der Seitenbetreiber sich an bestimmte Regeln hält. In meine letzten Artikel zur Verwaltung einer Vereinsseite habe ich dies bereits angedeutet. Vielleicht nehme ich das Thema nochmals auf und erstelle einen Artikel dazu.

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