Namenszusätze können nun erfasst und angezeigt werden

Gestern hat Bradley Horowitz, Produktmanager von Google+, über die neuen Namenskonventionen bei Google+ berichtet.

Google hat scheinbar in letzter Zeit die Nutzung verschiedener Profilnamen analysiert. Ausgangspunkt war wohl die heftige Diskussion zum Thema Realnamen/Pseudonyme.

Bei der Analyse hat Google nun festgestellt, dass ca. 60% der User den Namen normal nutzen oder einen Zusatz in Form eines Spitznamen (Nickname) mitgeben wollen. 20% der Benutzer würden gerne ein Pseudonym nutzen und weitere 20% der User nutzen das Personenprofil als Firmenwebseite. Für die letzte Gruppe gibt es ja nun seit einiger Zeit die Möglichkeit, Google+ Seiten zu nutzen.

Verwendung von Alias-Namen

Für die Nutzung von Namenszusätzen hat Google jetzt eine neue Option in der Profilverwaltung zur Verfügung gestellt. Klickt man den Namen im Bearbeitungsmodus an, erscheint nun ein Dialog in dem man neben dem Namen auch eine Namenserweiterung (Alias) erfassen kann.

An das Alias Feld gelangt man über den Link “Erweiterte Optionen” im Dialog. Nachdem man einen Alias erfasst hat, kann man noch definieren, wie dieser angezeigt werden soll. Ich habe die Funktion direkt mal mit meinem Demo-Account ausprobiert. Diesen nutze ich ausschließlich zum Testen diverser Funktionen bei Google+.

Google+ - Namenszusatz anzeigen

Bisher hatte ich ihm den Namen “Jürgen Allmich Demo” gegeben. Nun kann ich den Namen wieder in “Jürgen Allmich” ändern und vergeben als Alias “Demo”. Bei der Anzeige des Namens habe ich nun die Möglichkeit, aus den Varianten ‘Jürgen “Demo” Allmich’ oder ‘Jürgen Allmich (Demo)’ zu wählen.

Der zusammengesetzte Name soll demnächst überall bei Google+ angezeigt werden. So erscheint dieser Name zukünftig auch in der kleinen Box, die zum Beispiel beim Überfahren eines Profilbildes angezeigt wird.

Aber Achtung bei der Namensänderung!

Ändert man seinen Namen bei Google+, dann gilt diese Änderung für alle Google Dienste. Weiterhin versucht Google zu verhindern, dass man seinen Namen besonders häufig ändert. Dies betrifft auch das Alias Feld! Wurde eine Änderung in den Namensfeldern oder im Aliasfeld vorgenommen, dann kann man diese Info drei Monate lang nicht mehr ändern.

Die Anzeige des Namens lässt sich jedoch jederzeit umschalten.

Google+ - Hinweis zur Namensänderung

 

Überprüfung der Namen durch Google

Entsprechend der Ausführungen von Bradley Horowitz beginnt Google nun scheinbar auch damit, die Namen zu überprüfen. Hierbei versucht Google festzustellen, ob Namen verwendet werden, die nicht zu einer Person gehören. Verwendet man z.B. Firmennamen, Markennamen oder Kunstnamen in seinem Profil, dann könnte dieser Name demnächst von Google markiert werden.

Solche Profile sollen aus Sicht von Google als G+ Seiten angelegt werden, was ja auch durchaus Sinn macht.

Nachdem ein Name von Google markiert wurde, hat man die Möglichkeit, nachzuweisen, dass man tatsächlich einen regulären Namen verwendet. So kann der Pop-Star Madonna zum Beispiel nachweisen, dass “Madonna” durchaus der Name ist, unter dem sie bekannt ist.

Wahrscheinlich werden das dann auch die Namen sein, die Google mit einem Häkchen als Verifizierungskennzeichen versieht.

Weitere Infos zu den Namensrichtlinien bei Google+ findet man auf der entsprechenden Support-Seite.

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Trackbacks/Pingbacks

  1. Social Network Google+ erlaubt jetzt auch "Pseudonyme" - 24. Januar 2012

    […] Alles über Google+: Namenszusätze können nun erfasst und angezeigt werden Sebastian Fiebiger: Der Schritt ist gut. Aber ob er ausreicht, um die Kritiker zu besänftigen, bleibt abzuwarten. Immerhin geht es hier nicht um eine Anonymisierung oder die Verwendung echter Pseudonyme. Google+ führt lediglich “Beinamen” ein. (also z.B. Sebastian “Baschdi” Fiebiger) […]

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