5 Tipps zur richtigen Adressierung von Beiträgen

Für die Adressierung von Beiträgen hat man bei Google+ diverse Möglichkeiten. Sie lassen sich öffentlich bereitstellen, an diverse Kreise und an Mailadresse senden. Bei den Kreisen kann man noch zwischen den selbst erstellten Kreisen sowie den vordefinierten “erweiterten Kreisen” und “meinen Kreisen” unterscheiden. Also durchaus eine gewisse Vielfalt, bei der man sich durchaus Gedanken machen sollte, welche Adressaten man bei seinen Beiträgen auswählt.

Es wird zwar immer gelobt, wie einfach die Handbabung der Kreise ist, jedoch bergen die Kreise durch ihren unterschiedlichen Nutzen auch einige “Gefahren”. Der mögliche Vorteil der Kreise kann gleichzeitig ein Nachteil sein. Kreise können als Filter genutzt werden, als Adressaten für Beiträge und zum Schutz der eigenen Profildaten eingesetzt werden.

Google+ - Kreise zuordnen

Auf Grund dieser unterschiedlichen Einsatzzwecke wird man sich wahrscheinlich auch unterschiedliche Kreise für die jeweiligen Zwecke definiert haben. Dies ist aber genau dann besonders kritisch, wenn man seine “erweiterten Kreise” oder “meine Kreise” als Adressaten in Beiträgen verwendet.

Daher möchte ich mit den nachfolgenden ein paar Hinweise zur Nutzung von Kreisen als Adressaten geben:

Öffentliche Beiträge werden nicht “gesendet” sondern “abgeholt”
Bei der Erstellung öffentlicher Beiträge sollte man sich immer vor Augen halten, dass diese quasi nur im Internet bereit gestellt werden. Hier kann man selbst nicht entscheiden, wer diese Beiträge tatsächlich zu sehen bekommt.

In der realen Welt würde ein solcher Beitrag zum Beispiel einem Zettel auf einem schwarzen Brett vor der eigenen Wohnung entsprechen. Jeder, der sich diese Beiträge ansehen möchte, merkt sich die Adresse und schaut nach, ob neue Zettel am schwarzen Brett hängen. Hierzu beschäftigt er entweder einen Boten, der den Zettel holt und in den eigenen Briefkasten (Stream) wirft oder geht selbst an der Wohnung vorbei und schaut, was es Neues gibt (Beiträge auf dem Profil).

Google+ ist in dem Beispiel als der Bote, der bei allen Kontakten der eigenen Kreise vorbei schaut und sich dort öffentliche Beiträge abholt.

Beiträge an selbst definierte Kreise sind nur privat, wenn man das Teilen verbietet
Nutzt man selbst definierte Kreise für das versenden “privater” Nachrichten bzw. Nachrichten, die nur ganz bestimmte Kontakte sehen sollten, dann sollte man sich immer auch Gedanken darüber machen, ob diese weiter verteilt werden dürfen. Wird das Teilen dieser Beiträge nicht unterbunden, dann können die Empfänger den Beitrag weiter verteilen. Hierbei hat man keinen Einfluss mehr darauf, wer diesen Beitrag zu sehen bekommt.

Erstellt man zum Beispiel einen Beitrag, in dem man sich über seinen Chef aufregt, genügt es nicht, diesen nur an seinen Kreis “Arbeitskollegen” zu senden. Denn einer dieser Kollegen könnte den Beitrag nun direkt mit dem Chef teilen. Bei Google+ müsste dieser noch nicht mal selbst Mitglied des Netzwerkes sein, da man einen Beitrag auch mit einer Mailadresse teilen kann.

Das Deaktivieren des “Beiträge teilen” kann also eine erste Absicherung sein, dass ein Beitrag nicht zum falschen Kontakt gelangt. Einen 100% Schutz gibt es natürlich nicht, denn mittels Copy und Paste lässt sich alles im Internet nutzen und weiterleiten.

Beiträge an “erweiterte Kreise” und “meine Kreise” nur in Ausnahmen senden

Google+ - Kontakte eines Kreises

Nutzt man Kreise als Adressaten für seine Beiträge, sollte man sich immer bewusst machen, dass man den Beitrag in diesem Fall quasi an die Kontakte in diesen Kreisen “sendet”. Die Nutzung der vordefinierten “erweiterten Kreise” und “meine Kreise” sollte hierbei immer eine Ausnahme sein. Schnell kann durch die Nutzung dieser Kreise eine Art “Spamming” entstehen.

Denn der Empfänger hat fast keinen Einfluss darauf, diese Beiträge nicht zu empfangen. Einzig die Info, dass der Beitrag evtl. von einer Person versendet wurde, die nicht in den eigenen Kreisen ist, hilft ihm hier ein wenig.

Möchte man selbst zum Beispiel die Beiträge von Steve Jobs, Matt Cutts oder Mark Zuckerberg verfolgen, legt man sich vielleicht einen Kreis “Persönlichkeiten” an. Verfasst man nun selbst einen Beitrag, in dem man über seinen letzten Kinobesuch schreibt, dürfte schnell klar werden, dass die Kontakte im Kreis “Persönlichkeiten” kein großes Interesse an dieser Info haben. Das Versenden an “erweiterte Kreise” oder “meine Kreise” macht für solche Beiträge also nicht sehr viel Sinn.

Versendet man oft an diese Kreise, wird das evtl. nur dazu führen, dass man von einigen Empfänger geblockt wird.

Spezielle Kreise für themenorientierte News verwenden
Erstellt man häufiger News, die einen speziellen Themenbezug haben und damit vielleicht nur einen Teil seiner Kontakte interessiert, sollte man evtl. spezielle Themenkreise erstellen. Ich habe mir zum Beispiel die Kreise “Golf” und “WeTab” erstellt. Damit könnte ich nun spezielle Golf-Infos nur mit den “Golf-Kontakten” austauschen, wenn ich den Beitrag nicht öffentlich machen möchte.

Spezielle Gruppen-Kreise als “Adresskreise” definieren
Möchte man nun trotzdem häufig Kreise als direkte Adressaten seiner Beiträge einsetzen, dann eignen sich evtl. spezielle Gruppenkreise für diese Zwecke. In diese Gruppenkreise kann ich dann zum Beispiel alle Kontakte außer den Kontakten aus meinem Kreis “Persönlichkeiten” hinzufügen. Oder ich definiere für mich einen Adresskreis “persönliche Kontakte” in dem ich Kontakte aus  meinen Kreisen wie “Freunde”, “Bekannte” und “Familie” zuordne.

 

Man sieht also, dass man sich durchaus Gedanken über seine Kreis-Struktur und deren Verwendung als Adressaten für Beiträge machen sollte. Wenn man das Grundkonzept von Google+ aber verstanden hat, wird man sicherlich schnell die geeigneten Kreise definiert haben und diese dann auch sinnvoll einsetzen können.

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3 Antworten von “5 Tipps zur richtigen Adressierung von Beiträgen”

  1. senfter marianne

    Mrz 02. 2012

    bitte um hilfe,finde meine gespeicherten google+ kontakte nicht mehr,danke

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    • Jürgen

      Mrz 03. 2012

      Für eine konkrete Hilfe, bräuchte ich allerdings noch ein paar mehr Infos. Haben Sie die Kontakte evtl. über die Google Mail Oberfläche gelöscht? Personen, die man seinen Kreisen in Google+ zufügt, werden auch in den Kontakten von Google Mail aufgenommen. Hier landen sie dann im Bereich “weitere Kontakte”. Löscht man hier die Kontakte, dann sind sie auch nicht mehr in den Kreisen von Google+.

      Wenn das der Fall ist, dann kann man über die Kontakte Verwaltung in Google Mail diese wieder herstellen. Hierzu wechselt man auf die KOntakte Ansicht und im Menü “Mehr” ist die Funktion “Kontakte wiederherstellen…” zu finden. Damit kann man die Kontakte wieder herstellen. Allerdings geht das nur bis zu 30 Tagen zurück.

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