Tipps zur Verwaltung von Google+ Kreisen in einem Personen-Profil

Google Plus - Kreise teilen

Vor einiger Zeit hatte ich schon einmal einen Artikel geschrieben, in dem ich einige Ansätze zu einer optimalen Verwaltung der Kreise erläutert habe.

Weiterhin hatte ich vor einiger Zeit auf Google+ erläutert, wie ich persönlich meine Kreise verwalte. Da dieser Beitrag auf großes Interesse gestoßen ist, gibt es heute nochmals ein paar Ideen und Tipps zur Verwaltung der eigenen Kreise.

Im heutigen Artikel möchte in erster Linie auf die Organisation von Kreisen in einem persönlichen Profil eingehen. Meiner Meinung nach unterscheidet sich dies von der Nutzung und Handhabung der Kreise als G+ Seite. Hierzu wird es dann auch noch ein paar Tipps in einem weiteren Artikel geben.

Im Gegensatz zu der Verwendung einer Google+ Seite gehe ich davon aus, dass persönliche Profile in erster Linie zur direkten Kommunikation und privaten Meinungsäußerung bzw. der Aufnahme von Information dienen sollen. Während man mit G+ Seiten meist themenbezogene Informationen verteilen möchte, ist die Nutzung eines persönlichen Profils deutlich stärker auf das Thema “soziales Netzwerk” ausgerichtet.

Unter dieser Annahme ist für ein privates Profil wahrscheinlich der Typ “Lese-Kreis” oder “Following-Kreis” der meist verwendete Typus Kreis. Schreib-Kreise, so wie ich sie in oben erwähntem Artikel beschrieben habe, finden wahrscheinlich weniger Verwendung in persönlichen Profilen.

Google+ - Privatsphäre Kreise

Denn hat man den Wunsch, viele Beiträge zu einem bestimmten Thema zu teilen und versucht man diese Beiträge dann auch noch an eine entsprechende Zielgruppe zu richten, eignet sich eine G+ Seite wahrscheinlich wesentlich besser.

Darüber hinaus könnten noch Kreise zur Einstellung diverser Optionen interessant sein. Zum Beispiel zur Steuerung der Sichtbarkeit von Profil-Informationen, für Chat-Einstellungen oder allgemein den Google+ Einstellungen. Auf diese Art Kreise möchte ich hier nicht näher eingehen und verweise nochmals auf den erwähnten Artikel.

In einem persönlichen Profil ist es wahrscheinlich wichtiger, die Kreise tatsächlich nach dem Grad der Vernetzung wie z.B. Familie, Freunde, Bekannschaften usw. zu strukturieren. Damit kann man dann bei Bedarf gezielt Informationen teilen, die nur einen bestimmten Personenkreis erreichen sollen. Es geht hier als mehr um den Ansatz des “Datenschutz” bzw. der “Privatsphäre”.

Google+ - Themenkreise

Aus diesen Ansätzen heraus lassen sich folgende Vorschläge und Tipps zur Organisation von Kreisen und dem Einkreisen von Personen und Seiten ableiten:

  • Zur gezielten Adressierung von echten Freunden und Bekanntschaften sollten Privatsphäre-Kreise, wie “Familie”, “Arbeitskollegen”, “Sportverein” usw. definiert werden.
  • Für das Folgen von Personen mit interessanten Beiträgen eignen sich Following-Kreise, die gleichzeitig bzgl. ihrer “Stream-Lautstärke” organisiert werden. So habe ich bei mir für jede “Lautstärke” einen Kreis definiert. Diese Lautstärke sollte man natürlich dann auch einstellen ;-) .
  • Personen, die spezielle Infos verteilen, können der Grund für spezielle Themen-Kreise sein. Theoretisch kann man diese Personen auch mit Seiten in einem Kreis verwalten.
  • Für das Folgen von Seiten sollte man eigene Seiten-Kreise verwenden, die komplett frei sind von persönlichen Profilen. Auch hier könnte man natürlich wieder Kreise mit unterschiedlicher “Lautstärke” definieren. Da man Beiträge in der Regel nur mit Personen teilen möchte oder vielleicht nur gezielt eine Seite ansprechen möchte, wird dies durch die Trennung der Kreise auf jeden Fall vereinfacht.
  • Für konkrete Themen, denen man folgen möchte sind eigene Themen(Seiten)-Kreise sehr hilfreich. Ich habe mir aktuell z.B. neben einem Kreis “G+ Seiten” noch einen Kreis “Golf-Seiten” eingerichtet. So habe ich die Möglichkeit ganz gezielt nur Informationen abzurufen, die ein bestimmtes Thema betreffen.
  • Für Personen oder auch Seiten, bei denen man sich noch nicht sicher ist, in welchen Kreis sie gehören, eignen sich spezielle Organisations-Kreise. Ich verwende zum Beispiel einen Kreis “Neu hinzugekommen” oder “Unter Beobachtung”. Diesen würde ich dann auch stumm schalten und ab und zu die Beiträge prüfen, die in dem Stream dieses Kreises auftauchen.
  • Schließlich verwende ich aktuell noch den “Papierkorb”-Kreis als speziellen Organisations-Kreis, den ich auch schon in dem erwähnten Beitrag erläutert habe. Dieser Kreis ist für mich aktuell eher ein Hilfsmittel, mit dem ich feststellen kann, welche mich einkreisenden Personen ich schon betrachtet habe. Würde ich diese nicht in eigenen Kreis packen. Müsste ich mir jedes Mal alle Personen, von denen ich eingekreist wurde ansehen, ob es sich für mich lohnt, diese in meine Kreise aufzunehmen.

Google+ - Following-Kreise

Mit den so definierten Kreisen kann man nun folgende Vorgehensweise beim Hinzufügen von Personen und Seiten durchführen:

  • Echte Freunde und Bekannte kommen in die entsprechenden Kreise für die “Privatsphäre”. Diese Kreise haben bei mir in der Regel auch die höchste “Lautstärke”-Einstellung.
  • Regelmäßige Prüfung und Zuordnung der Personen, von denen man eingekreist wurde und die noch nicht in den eigenen Kreisen sind.
    Ich schaue mir immer zunächst die Beiträge an und dann ggf. noch die Profilinformationen. Dann entscheide ich, ob diese Personen zunächst im Kreis “Newcomer”, in einem der “Lautstärke”-Kreise oder im “Papierkorb” landen.
  • Personen, die mir in Kommentaren oder durch die “Angesagten Beiträge” auffallen landen meist in einem der “Lautstärke”-Kreise
  • Personen, von denen mich nur Beiträge zu ganz bestimmten Themen interessieren, landen in einem speziellen “Themen”-Kreis
    So habe ich zum Beispiel einen Kreis “Google Mitarbeiter” eingerichtet
  • Seiten ermittle ich durch die Google+ Suche, durch Empfehlungen (geteilte Kreise) oder durch Ranglisten wie Circle Count. Diese landen dann bei mir im Kreis “G+ Seiten” oder bei themenrelevanten Seiten im entsprechenden Themen-Kreis für Seiten.
  • Personen, die in meinem Hauptstream “negativ” auffallen, werden meist in der Lautstärke zurück gestuft. Diese werden also in den entsprechenden Kreis einsortiert, bis sie ggf. im stumm geschalteten Kreis landen oder direkt im “Papierkorb”.
  • Personen im “Papierkorb” sind die ersten Lösch-Kandidaten, falls ich jemals die 5.000er Grenze erreichen sollte. Bei Bedarf würde ich aber die reinen “Werbe”- oder “Spammer”-Profile zunächst ignorieren oder blockieren.
  •  Mehr oder weniger regelmäßig schaue ich mir die Kreise mit niedrigerer Lautstärke und den “Newcomer”-Kreis an. Eventuell werden dann Personen in einen “lauteren” Kreis verschoben.
  • Grundsätzlich sollten alle Personen möglichst nur einmal in die definierten Kreisen einsortiert werden. Mehrfache Zuordnung sollte eigentich nur dann notwendig sein, wenn man zum Beispiel auch spezielle Kreise für Einstellungen verwendet. Diese Kreise sollten dann aber immer stumm geschaltet sein. Man könnte also auch die Regel aufstellen, dass eine Person nur in einem einzigen Kreis mit einer Lautstärke <> 0 einsortiert sein sollte.

Google+ - Organisations-Kreise

Vielleicht geben euch diese Tipps und Vorschläge ein paar Anregungen für die eigene Verwaltung der Kreise. Vielleicht habt ihr aber auch noch ein paar andere Ansätze oder Ideen, die ich natürlich gerne mit euch diskutieren würde. Ich freue mich immer auf euer Feedback.

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2 Antworten von “Tipps zur Verwaltung von Google+ Kreisen in einem Personen-Profil”

  1. Christoph Schermuly

    Mrz 05. 2012

    Nachdem ich seit Wochen hilflos in meinen Kreisen herumschwimme, hast du mir jetzt mit diesem Beitrag endlich geholfen mich und meine Kreise übersichtlich zu ordnen.

    Gerade eben bin ich fertig geworden damit und bin einfach nur begeistert.

    Sollte mir noch etwas geniales dazu einfallen werde ich mich natürlich melden :o)

    Gruß,
    Heinzelbaer

    Reply to this comment

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  1. Tipps zur Verwaltung von Kreisen in einer Google+ Seite | Alles über Google+ - 1. März 2012

    […] ein paar Tagen hatte ich schon ein paar Tipps zur Verwaltung von Kreisen veröffentlicht. Diese Tipps bezogen sich in erster Linie auf persönliche Google+ […]

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